Wie die Software von Urbanistic die frühe Planungsphase der FRANKFURT WESTSIDE transformiert.
Die Entwicklung moderner Quartiere umfasst weit mehr als die Planung von Gebäuden. Es geht um Nutzungsmischung, Flexibilität, Wirtschaftlichkeit und Zukunftsfähigkeit. Die FRANKFURT WESTSIDE geht diesen Weg konsequent und setzt dafür auf ein vollständig digitales Planungsverständnis.
Im Mittelpunkt des frühen Planungsprozesses steht die Software Urban Space Center von Urbanistic – ein digitales Werkzeug, das Planung, Analyse und Entscheidungsfindung auf ein neues Niveau hebt. Sie ermöglicht es dem Projektteam, komplexe Daten sichtbar, vergleichbar und strategisch nutzbar zu machen. Zum Beispiel um unterschiedliche Mietgesuche effizient und optimal im Quartier zu platzieren.
Vision und Vorreiterstatus der FRANKFURT WESTSIDE
Für das Projektteam der FRANKFURT WESTSIDE ist der Einsatz der BIM‑Methodik (Building Information Modeling) weit mehr als eine technische Entscheidung.
„Unsere Vision ist es, die BIM-Methodik und vor allem unsere Digitalisierungsstrategie in allen Wertschöpfungsketten dieser Quartiersentwicklung zum Einsatz zu bringen“, erklärt Waldemar Fuchs, Project Head Development Westside – Construction bei der BEOS AG.
Das bedeutet: weg von klassischen Papierplänen hin zu einem vollständig digitalen Planungsprozess. Im Planungsverlauf entsteht dabei nicht nur ein dreidimensionales Modell, sondern eine datengetriebene Grundlage in der jedes Bauteil mit relevanten Attributen hinterlegt ist – von Flächen und Mengen über Kosten und Nutzungsarten bis zu technischen Kennzahlen. So entsteht ein umfassender digitaler Zwilling des Quartiers, der während der gesamten Projektlaufzeit genutzt und weiterentwickelt wird. „Das Gebäude ist dann nicht nur ein 3D-Modell – jedes Element besitzt eine Attributierung. Dadurch können wir viel schneller, flexibler und agiler arbeiten“, so Fuchs weiter. „Die ersten Voruntersuchungen können wir heute vollständig eigenständig durchführen.“
Daten als strategische Entscheidungsgrundlage
Frederik Schilling, Geschäftsführer von MÅT concept und BIM-Manager, beschreibt BIM nicht nur als Planungstool:
„BIM ist im Endeffekt ein methodischer Ansatz, wie man heute Quartiere planen sollte. Zeit, Kosten, Mengen, Maßen und alle weiteren Informationen, die sonst als Abfallprodukt der Planung existieren, schöpfen wir ab, aggregieren sie zu einem großen Datenmodell und nutzen es über die komplette Laufzeit des Projekts.“
Dieses strukturierte Datenmodell schafft Transparenz – nicht nur für das Projektteam, sondern auch für Investoren, Bauherren und zukünftige Nutzer. Bereits in einer sehr frühen Phase entstehen belastbare Kennzahlen, die fundierte Entscheidungen ermöglichen.
„Mit diesen Kennzahlen können wir frühzeitig eine Entscheidungsgrundlage schaffen. Der digitale Zwilling macht das Projekt visuell erlebbar und gibt allen Beteiligten eine konkrete Vorstellung davon, was wir realisieren werden“, erklärt Schilling.
Flexible Flächenplanung in Echtzeit
Ein besonderer Mehrwert zeigt sich in der konkreten Vermarktungs- und Nutzungsplanung des Quartiers. Antonia Kramer, Project Head Development Westside – Commercial bei der BEOS AG, beschreibt den Ansatz so:
„Wir haben ein Grobkonzept, in dem die vier zentralen Achsen im Quartier definiert sind*. Die Software von Urbanistic ermöglicht uns, dieses Konzept immer wieder zu challengen und zu prüfen, ob die Nutzungsarten an der richtigen Stelle verortet sind – oder ob alternative Konzepte vielleicht sogar besser funktionieren.“
Beim Prüfen der Mietgesuche kann das Team sehr flexibel die Bedürfnisse der speziellen Mieter in den einzelnen Gebäudetypologien mithilfe des Tools durchspielen. Unternehmen können verschiedene Flächenoptionen direkt erleben und analysieren – inklusive Umfeldinformationen wie Infrastruktur, Parkmöglichkeiten oder benachbarte Angebote.
„Für interessierte Unternehmen bedeutet das eine enorme Schnelligkeit“, so Kramer. „Wir kommen vom ersten städtebaulichen Entwurf sehr schnell zu einem konkreten Angebot. Verschiedene Optionen werden unmittelbar sichtbar und vergleichbar.“
Diese Flexibilität beschleunigt nicht nur interne Prozesse, sondern erhöht auch die Planungssicherheit für zukünftige Nutzer. Die Digitalisierungsstrategie begleitet das Projekt langfristig und schafft die Grundlage für kontinuierliche Optimierung.
*Produktions-, Technologie-, Innovations- und Kreativachse.
FRANKFURT WESTSIDE ist ein Projekt der BEOS AG und Swiss Life Asset Managers Deutschland