Historische Namen prägen die Identität des neuen Quartiers im Frankfurter Westen.

 

 

Die Entwicklung der FRANKFURT WESTSIDE erreicht einen weiteren wichtigen Meilenstein: Mit der Veröffentlichung im Amtsblatt der Stadt Frankfurt stehen alle Straßennamen für das rund 70 Hektar große Entwicklungsareal fest. Die bislang namenlosen Werksstraßen erhalten künftig offizielle Bezeichnungen und  erhalten damit eine eigene postalischer Adresse.

„Straßennamen sind weit mehr als Orientierungspunkte. Sie geben einem Ort Identität und erzählen seine Geschichte. Mit den ersten Straßen erhält die FRANKFURT WESTSIDE ein weiteres prägendes Element auf ihrem Weg vom ehemaligen Industriestandort zu einem neuen Quartier für Produktion, Innovation und Kreativität“, sagt Antonia Kramer, Project Head Development WESTSIDE – Commercial der BEOS AG.

Die Benennung der Straßen erfolgt im Zuge der schrittweisen Entwicklung des Quartiert und ist Voraussetzung für die spätere öffentliche Nutzung. Die Straßen befinden sich derzeit noch im Bau und sind noch nicht öffentlich zugänglich. Mit der Entwicklung der FRANKFURT WESTSIDE entstehen bis 2040 Flächen für Industrie, Gewerbe, Freizeit und neue Arbeitsformen. Die nun festgelegten Straßennamen schaffen bereits heute die Grundlage für die zukünftige Orientierung und Adressbildung innerhalb des Quartiers.

 

 

Die neuen Straßennamen knüpfen bewusst an die Geschichte Griesheims und des ehemaligen Industriestandorts an. Sie erinnern an Persönlichkeiten, die den Stadtteil, seine Industrie, Architektur und das gesellschaftliche Leben geprägt haben – ebenso wie an Menschen, deren Schicksale untrennbar mit diesem Ort verbunden sind. So würdigen die Straßen unter anderem den ersten Betriebsdirektor der Chemischen Fabrik Griesheim, Ludwig Baist, den Werksarchitekten Philipp Belschner, die Griesheimer Stifterin Clara Trier sowie den Architekten Heiner Hamburger. Mit Emma Niedermann, die mit ihrer Familie Opfer des NS-Regimes wurde, und der ukrainisch-sowjetischen Zwangsarbeiterin Aleksandra Temnikova erinnern zwei Straßennamen zugleich an die Verantwortung, die Geschichte des Standorts in ihrer ganzen Tiefe sichtbar zu halten. Ergänzt werden sie durch historische Bezeichnungen wie die Alte Werksstraße, die Alte Gleisstraße und die Alte Seilbahnstraße, die die industrielle Vergangenheit des Geländes bis heute widerspiegeln.

Die Auswahl der Straßennamen erfolgte in enger Abstimmung zwischen der BEOS AG und dem Griesheimer Historiker Sascha Mahl. Berücksichtigt wurden dabei historische Bezeichnungen, lokale Gegebenheiten, bedeutende Ereignisse sowie Persönlichkeiten, die mit Griesheim und dem ehemaligen Industriestandort verbunden sind. Die festgelegten Straßennamen tragen dazu bei, die Geschichte des Ortes sichtbar zu machen und seine Identität für die zukünftige Entwicklung des Quartiers zu bewahren.